30 Jahre Deutsche Einheit

1989 trug die friedliche Revolution von hunderttausenden DDR-Bürger*innen zum Fall der Mauer bei. Die Ereignisse ebneten den Weg für die ersten freien Wahlen in der DDR und führten am 3. Oktober 1990 schließlich zur Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten. Das Sonderprogramm richtet seinen Blick auf die bewegte Zeit rund um die Deutsche Einheit. Acht Spiel-, Animations- und Dokumentarfilme thematisieren die historischen Ereignisse aus den unterschiedlichen Perspektiven von Kindern und Jugendlichen, Funktionären, Grenzsoldaten, Bürger*innen oder Bürgerrechtler*innen. Sie erzählen von der Politisierung und dem Aufbegehren der Jugend. Sie zeigen, wie die Menschen große Risiken auf sich nahmen und für Reisefreiheit, Selbstbestimmung und die Demokratisierung der DDR protestierten. Die Filme verdeutlichen den Umbruch sehr eindrücklich, deuten aber auch das Konfliktpotenzial an, das die Wiedervereinigung mit sich brachte und ermöglichen die Diskussion über die historischen Ereignisse in den Jahren 1989 und 1990 aus damaliger und heutiger Sicht.

In Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung.

Folgende Filme werden im Rahmen der Sonderreihe "30 Jahre Deutsche Einheit" in den SchulKinoWochen NRW 2020 angeboten:

(Wann und in welchen Kinos die Filme gespielt werden erfahren Sie voraussichtlich ab 4. Dezember 2019 auf unseren Seiten.)

 

FRITZI - EINE WENDEWUNDERGESCHICHTE                                      (empfohlen ab Klasse 4)

Der Animationsfilm erzählt sensibel und spannend, wie die 12-jährige Fritzi das Jahr 1989 in Leipzig erlebt: Sie vermisst ihre Freundin, die aus dem Ungarnurlaub nicht mehr zurückgekehrt ist, sie fängt an, Fragen zu stellen, sie sieht, wie die Menschen zu demonstrieren beginnen und wird schließlich selbst mutig und aktiv.

 

IM NIEMANDSLAND                                                                               (empfohlen ab Klasse 8)

Die Geschichte dieses Jugendfilms setzt nach dem Mauerfall ein und erzählt anhand der Liebesgeschichte zwischen Katja aus West-Berlin und Thorben aus Kleinmachnow in Brandenburg von der Annäherung zwischen Menschen aus Ost und West und damit einhergehend von Vorurteilen und Konflikten, die sich schon vor der Deutschen Einheit anbahnen.