Filmkritikwettbewerb

Die Jury hat getagt!

Meckern erlaubt, Lob auch! - unter diesem Motto fand im Rahmen der SchulKinoWochen NRW erneut der Filmkritikwettbewerb statt. Die Schülerinnen und Schüler konnten zu dem Film, den sie bei den SchulKinoWochen NRW gesehen hatten, eine Filmkritik schreiben und diese bei spinxx.de, dem Online-Portal für junge Medienkritik, einreichen.

Genau 100 Kritiken wurden von Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Schulformen und Altersgruppen eingereicht.

Die Jury hatte die nicht leichte Aufgabe, aus den beeindruckend vielen guten Kritiken die Preisträgerinnen und Preisträger zu benennen. Dabei konnten vier Preise verteilt werden.

 

Der Trickfilmworkshop für die gesamte Klasse geht an:

Emilia E. aus der Klasse 4a der Grundschule Bogenstraße in Solingen für ihre Kritik zu dem Film "Hilfe, mein Lehrer ist ein Frosch!"

Die Jury meint:
Schon der gelungene Einstieg in Emilias Kritik des Films „Hilfe, unser Lehrer ist ein Frosch!“ macht neugierig, indem sie die Leserschaft auf einfallsreiche Weise direkt anspricht und dazu auffordert genau hinzusehen. Die Genauigkeit ihrer eigenen Beobachtungen zeigt sie wortgewandt und wohlformuliert in ihrer klar strukturierten Kritik auf. Dabei gelingt es ihr, inhaltlich zunächst das wesentliche Geschehen auf den Punkt zu bringen und anschaulich auf Aspekte einzelner Figuren einzugehen. Ihre eigene Bewertung und Einschätzung der filmischen Erzählung zeigt eindrücklich, welche Botschaften auch außerhalb der konkreten Geschichte zu entdecken sind – und dass es sich lohnt genau hinzuschauen.

          Emilias Kritik

 

Der Kinobesuch für die ganze Klasse mit einem Gast aus dem Filmteam geht an:

Mika S. aus der Klasse 5b vom Phönix Gymnasium in Dortmund für seine Kritik zu dem Film: „Ephraim und das Lamm"

Die Jury meint:
Mit einer Inhaltsangabe, in der er das Ende absichtlich offen lässt, schafft es Mika, die Leserschaft für sich einzunehmen und einen guten Überblick zu verschaffen - ohne dabei zu viel zu verraten. In seiner Bewertung spricht er viele Aspekte an, die über die rein filmische Handlung hinausgehen. Er beschreibt zum Beispiel die kulturellen Unterschiede, die der Film thematisiert und die zum Nachdenken anregen und vergleicht sein eigenes Leben hier mit der Lebensweise und den Sitten der Kinder und Erwachsenen in Äthiopien. Mika zeigt in seiner Kritik, die er durch eigene Meinungen und Gedanken ergänzt, ein sehr hohes Maß an Eigenreflektion und weckt Interesse auf den Film.

          Mikas Kritik

 


Der Besuch des spinxx-Kritikergipfels geht an:

Leonardo D. aus der Q2 des Gymnasiums Schloss Neuhaus in Paderborn für seine Kritik zu dem Film: "The Circle"

Die Jury meint:
Hier gab es in der Jury keinen Zweifel: diese Kritik hat’s in sich und muss einen Hauptpreis gewinnen. Gut, wir mussten als Programmverantwortliche natürlich auch ein wenig schlucken, schließlich handelt es sich um einen veritablen Verriss. Leonardo hat einen „schlechten, unfertig wirkenden und belanglosen Film“ gesehen. Aber wenn sich jemand so differenziert mit den Schwächen des Drehbuchs auseinandersetzt, sprachlich elaboriert und gleichermaßen leserfreundlich die fehlende Tiefe der Charaktere und die „beschämenden“ Dialoge des Films herausarbeitet, dann stellen wir unsere Eitelkeit als Programmacher gerne zurück. Wir zeichnen eine wunderbare, druckreife Kritik aus, die zeigt, wie man sich mit Worten gegen (subjektiv erlebtes) dürftiges filmisches Mittelmaß wehren kann. Mehr davon!

           Leonardos Kritik

 

 

Der Preis "Spinxx-Kritik des Monats April" sowie ein DVD-Paket zu Filmen aus dem Programm zum Wissenschaftsjahr geht an:

Salima C. und Aylin T. aus der Klasse Gy 11a des Robert-Schuman-Berufskollegs in Dortmund für ihre Kritik zu dem Film: "Innen Leben"

Die Jury meint:
Ein mit den Mitteln des Kammerspiels inszeniertes Bürgerkriegsdrama, das die Sehgewohnheiten des jugendlichen Publikums unterläuft – das ist auch im Programm der SchulKinoWoche kein Regelfall. Insofern waren Neugier und Erwartungen der Jury hoch, als wir die Kritiken über „Innen Leben“ lasen. Und wir wurden nicht enttäuscht: Salima und Aylin haben Inhalt, Stärken und Schwächen des Films kenntnisreich, reflektiert, präzise, ohne große Schnörkel und immer mit Blick auf den oder die Leserin formuliert. Am Schluss äußern die beiden Autorinnen die Hoffnung, dass sie mit dieser Kritik bei der Entscheidung, ob man den Film anschauen soll oder nicht, helfen konnten – ja, das konntet ihr und wir freuen uns auf weitere Filmempfehlungen!

          Salimas und Aylins Kritik

 

 

Allen Gewinnern: Herzlichen Glückwunsch !

Dieser Kritikwettbewerb wird ausgeschrieben von:

 

www.filmundschule.nrw.de - die Initiative zur Förderung von Filmbildung in der Schule

  www.spinxx.de - das Online Magazin für junge Medienkritik

 

 

www.visionkino.de - Netzwerk für Film- und Medienkompetenz