Die Möllner Briefe
DE 2025, Martina Priessner
In diesem Dokumentarfilm kommen verdrängte Stimmen zu Wort.
Themen
Rechtsextremismus, Rassismus, Betroffenenperspektive, Trauma, Solidarität, Archive, Geschichte, Erinnerungsarbeit, Aktivismus
Die Möllner Briefe
Dieser Film läuft in Bonn, Gütersloh, Hagen, Köln, Troisdorf und Wetter.
Ihre Stadt ist nicht dabei? Kontaktieren Sie gerne das Projektbüro. Ab einer Gruppengröße von etwa 50 Schüler:innen können wir teilweise Sondervorstellungen realisieren.
Der Film erzählt die Geschichten der Opfer und Überlebenden der rassistischen Brandanschläge von Mölln im November 1992. Der 7-jährige İbrahim Arslan überlebte schwer verletzt und verlor seine Schwester, Cousine und Großmutter. Jahrzehntelang blieb die Perspektive der Betroffenen in der öffentlichen Erinnerung ungehört. 2016 wurden im Stadtarchiv Mölln tausende Briefe entdeckt, die an die Familien gerichtet waren – als Zeichen der Solidarität – aber nie übergeben wurden. Der Film folgt İbrahim Arslan auf seiner Reise durch das unbeachtete Archiv: Er liest die Briefe, begegnet Verfasser:innen, konfrontiert das Stadtarchiv mit dem Vorenthalten der Briefe und setzt sich mit seiner eigenen Geschichte auseinander. Es entsteht ein vielschichtiger Blick auf Erinnerung, Verlust, strukturelles Schweigen und die Kraft solidarischer Verbundenheit. Verdrängte Stimmen rücken in den Vordergrund: Die ungehörten Geschichten der Betroffenen bilden das Herz des Films und beleuchten die persönliche wie politische Dimension von Erinnerung, Trauma und Solidarität.
Länge: 96 Min. | FSK: 12 | Altersempfehlung: ab 13 J. | Klassenstufe: ab 8. Kl.
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