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Mittagsstunde

DE 2022, Lars Jessen

Ein Anti-Heimatfilm über den Wandel einer dörflichen Gemeinschaft hin zu einer losen Gesellschaft mit gut ausgebauten Straßen.

Themen
Lebenskrisen, Sinnsuche, Familie, Gesellschaft, Selbstverwirklichung, Strukturwandel, Stadt/Land

Mittagsstunde

Ingwer, 47 Jahre alt und Dozent an der Kieler Uni, beschließt sich um seine Eltern zu kümmern, die nicht mehr alleine zurechtkommen. Für ein Jahr kehrt er der Stadt den Rücken, um in seinem kleinen Heimatdorf Brinkebüll zu helfen. Die Mutter ist dement, der Vater verbittert. Mit dem Dorf und den Alten kommen auch die Erinnerungen an seine Kindheit in den 1970er Jahren zurück, als nach der Flurbereinigung erst die Knicks, dann die Störche verschwanden. Über die wunderliche Marret, seine vermeintliche Schwester, die im Fällen der alten Dorflinde ein Zeichen für den drohenden Weltuntergang sah, lächelte man im Dorf. Aber irgendwann verschwand auch Marret. Ingwer selbst ging eines Tages und ließ seine Eltern samt dem Gasthaus zurück. Jetzt hält nur der alte Gastwirt Sönke Feddersen, "de Ole", immer noch stur hinter seinem Tresen im alten Dorfkrug die Stellung.

Länge: 93 Min.  |  FSK: 12|  Altersempfehlung: ab 14 J.  |  Klassenstufe: ab 9. Kl.

Dieser Film läuft in Kleve, Lüdenscheid, Münster und Soest.